Um sich als Zulieferer hochpräziser Teile für die Uhren- und Mikrotechnikindustrie erfolgreich zu behaupten, sind aussergewöhnliche Leistungen gefragt. Die Monnin SA aus Sanceboz (CH) hat sich in diesem anspruchsvollen Umfeld als innovativer und leistungsstarker Partner etabliert. Um den hohen Fertigungsansprüchen gerecht zu werden, setzt das Unternehmen für das Fluid Management auf eine durchdachte Systemlösung für die Schweiz.

Bei der Planung des Erweiterungsbaus im Werk Pierre-Pertuis 18 war den Verantwortlichen der Monnin SA bewusst, dass auch die Fluidversorgung konsequent modernisiert werden musste. Denn reibungslos funktionierende Produktionslinien sind für die Herstellung der jährlich mehreren Millionen Teile elementar. Als langjähriger Partner im Bereich Industrieschmierstoffe wusste MOTOREX mit einem massgeschneiderten Fluidversorgungskonzept zu überzeugen.

PERSÖNLICHE EXPERTISE

Von der Planung bis zur Umsetzung wurde die Monnin SA durch den langjährigen Kundenberater und den Fluidtechniker von MOTOREX, beides Branchenspezialisten, begleitet. «Die persönliche Beratung vor Ort war für uns sehr wertvoll, weil wir unsere Anforderungen direkt besprechen konnten. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber einer reinen Online-Beratung, gerade bei einer komplexen Fluidversorgungsanlage», erörtert Loïc Affolter, Verantwortlicher Unterhalt und Gebäude. Neben der Infrastruktur wurden auch die damit verknüpften Prozesse eingebunden, wie beispielsweise die Anbindung einer bestehenden Spänezentrifuge und der teilautomatisierte Einkauf sowie die Beschaffung der verwendeten Schmierstoffe.

DIREKT AUS DEM TANK

Mengenmässig in grossen Volumen eingesetzte Industrieschmierstoffe werden in Tankwagen und damit verpackungsfrei angeliefert. Die Befüllung der Tanks im zentralen Fluidversorgungsraum wird ebenerdig über eine leicht zugängliche Andockstation gewährleistet. Die Anlage ist mit acht Tanks mit je einem Volumen von 2000 Litern ausgestattet. Für die drei verschiedenen Schneidöle gibt es pro Sorte je einen Tank für Frischöl und einen für filtriertes Gebrauchtöl aus der Spänezentrifuge. Die automatisierte Rückgewinnung des Gebrauchtöls wird durch die Lösung der Rimann AG ermöglicht, welche die effiziente Aufbereitung und damit die Grundlage für die deutliche CO₂‑Reduktion schafft. Ein weiterer Tank wird neben einem Reservetank für das Gleitbahnenöl genutzt. Über mehrere Hundert Meter exakt verlegte Leitungen aus rostfreiem Stahl werden die Fluids mit leistungsstarken Pumpen (42 l/min1) direkt in die Produktionshallen gefördert. Dort sind die Fluids an zwei Ölausgabestationen im direkten Maschinenumfeld für Erstbefüllungen und Nachfüllvorgänge verfügbar. Besonders wertvoll ist neu auch die Sortenwahl zwischen Neuöl und gefiltertem Öl sowie die eindeutige Kennzeichnung der Zapfvorrichtung, womit folgenschweren Fluidverwechslungen vorgebeugt wird. 

EIN PLUS AN SICHERHEIT

«Herumstehende Fässer und die verteilte Lagerung von Schmierstoffen sind nicht nur logistisch ungünstig, sondern stellen auch ein Sicherheitsrisiko dar», so Loïc Affolter. Die zentrale, verpackungslose Fluidversorgung reduziert die Risiken beim Umgang mit schweren Gebinden erheblich. Das Fazit des Kunden: «Mit der neuen Fluidversorgung arbeiten wir flexibler, effizienter und sicherer als je zuvor. Letzteres legt auch das Audit der SUVA eindrücklich dar.»

INTELLIGENTE SOFTWARELÖSUNG

Zu einer zeitgemässen Fluidversorgungsanlage gehört im Sinne eines ganzheitlichen Fluid Managements auch eine intelligente Softwarelösung. Die Monnin SA nutzt dazu die myTecalemit-Websoftware, die MOTOREX für die Fernüberwachung des Fluidbestands einsetzt. Mittels Ultraschall-Füllstandmessgeräte mit WLAN-Schnittstelle ist der aktuelle Füllstand eines jeden Tanks jederzeit über das Web von überall her abrufbar. «Die Fernüberwachung des Fluidbestands ist ein wertvolles Tool, das ich nicht mehr missen möchte. Durch die automatische Benachrichtigung bei einem programmierbaren Restfüllstand vermeiden wir Tankleerläufe und bestellen rechtzeitig die exakt benötigten Mengen», so Livio Pavone, Einkäufer der Monnin SA.

WIRTSCHAFTLICHER UND NACHHALTIGER

Loïc Affolter sieht nach einem Jahr zahlreiche Vorteile im System: «Wir haben neu die exakte Kontrolle über die Fluidversorgung. So können wir agieren, anstatt zu reagieren. Das Resultat ist eine hohe Versorgungssicherheit, wodurch Risiken und Produktionsunterbrüche deutlich reduziert wurden. Die Optimierung der Fluidversorgung reduziert manuelle Arbeitsschritte deutlich und steigert so die Effizienz. Ganz besonders schätzen wir den Wegfall der Verpackungen. Das zahlt sich finanziell, aber auch aus Sicht der Nachhaltigkeit aus. Wir konnten die CO2-Bilanz dadurch messbar optimieren.»

MONNIN SA

Das Unternehmen Monnin SA mit Sitz in Sonceboz, im Herzen einer Region, deren Industrie traditionell auf Hochpräzision ausgerichtet ist, stellt seit 1946 eine breite Palette von Drehteilen für die Uhrenindustrie und die Mikrotechnologie her. Angesichts eines sich ständig weiterentwickelnden technischen Umfelds setzt das Unternehmen auf den Faktor Mensch und profitiert so von hochspezialisierten Mitarbeitenden, die mit den anspruchsvollsten Aufgaben in ihren Tätigkeitsbereichen vertraut sind.

www.monnin.ch

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